Dreizehn Kernpunkte unserer kommunalpolitischen Arbeit bis 2024

Beschluss unsere kommunalpolitischen Programms

Die Kandidatinnen und Kandidaten zur Gemeinderatswahl beim Beschluss ihres kommunalpolitischen Programmes.
Die Kandidatinnen und Kandidaten zur Gemeinderatswahl beim Beschluss ihres kommunalpolitischen Programmes.
1.     Stadt- und Teilortsentwicklung

2.     Verkehr, Ambiente, Parken und Radwege

3.     Haushalt

4.     Sauberkeit, Ordnung und Sicherheit

5.     Natur und Umwelt

6.     Tourismus

7.     Energie

8.     Bildung und Erziehung

9.     Jugend

10.     Senioren

11.     Gesundheit

12.     Vereine und Ehrenamt

13.     Integration

Nagold ist eine lebens- und liebenswerte Stadt
Die verkehrsberuhigte Nagolder Mitte hat Flair und Charme und bietet mit einem breiten, gut und zukunftsfähig aufgestellten Einzelhandel, einem vielseitigen gastronomischen Angebot und dem Stadtpark Kleb eine hohe Aufenthaltsqualität.
Auch unsere Teilorte mit ihrer guten Infrastruktur sind attraktive Wohnorte.
Nagold ist ein bedeutender Wirtschaftsstandort. Rund 11.000 Arbeitsplätze in Industrie, Handel, bei Dienstleistern, Freien Berufen, im Handwerk und der Verwaltung bieten vielfältige Chancen zur beruflichen Entwicklung.
Ideenreichtum und Engagement und nicht zuletzt die hohe Bereitschaft der Nagolderinnen und Nagolder, sich ehrenamtlich für das Gemeinwohl einzusetzen, sind die Basis des Erfolgs unserer Stadt. An der Sache orientierte kommunalpolitische Entscheidungen, die im Geiste der Zusammenarbeit, und nicht um billiger Effekthascherei willen, getroffen werden, bilden ein weiteres Fundament dafür, dass sich Nagold gut weiter entwickelt.
Diese Nagolder Stärken gilt es zu bewahren und, auf sie aufbauend, Nagold behutsam und mit Augenmaß weiter zu entwickeln.


1. Stadt- und Teilortsentwicklung

Den Wirtschaftsstandort Nagold stärken
Wir freuen uns über die seit Jahrzehnten außergewöhnlich gute Entwicklung des Mittelstands in unserer Stadt. Nagold ist ein gefragtes Einkaufszentrum und hat einen hohen Freizeit- und Erholungswert. Diese Qualitäten zu bewahren und auszubauen, ist uns Verpflichtung und Auftrag zugleich.
Wir setzen uns deshalb für attraktive Gewerbegrundstücke und bedarfsgerechten Wohnraum ein. Wir erwarten von der Verwaltung, massiven Einfluss auf die Verbesserung des Verkehrswegenetzes der Region zu nehmen. Wir dürfen nicht in den Verkehrsschatten geraten. Die Elektrifizierung der Nagoldtalbahn Richtung Hochdorf und die Verlängerung des Metropolexpresses bis Nagold sind von herausragender Bedeutung.
Nagold muss auch in der Zukunft ein interessanter Standort für Unternehmen und Wohnort für deren Beschäftigte bleiben. Dies sind wir unseren angesiedelten Unternehmen und deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern schuldig.
Wir fordern die Verwaltung auf, behördliche Vorschriften mittelstandsfreundlich umzusetzen.
Wir benötigen ein leistungsfähiges Netz für die Datenübertragung und den Mobilfunk, überall in Nagold mit seinen Teilorten. Soweit der bisherige Ausbaustandard diesem Anspruch nicht genügt, müssen die Voraussetzungen schnellstens geschaffen und in der Zukunft zeitnah weiterentwickelt werden.

Attraktive Bauplätze bereitstellen, bezahlbaren Wohnraum schaffen
Nagold hat einen hohen Bedarf an zusätzlichen Eigenheimen, Eigentumswohnungen und Mietwohnungen. Verantwortlich dafür sind auch Versäumnisse in der Vergangenheit. In Nagold wurden über viele Jahre hinweg zu wenige Bauflächen ausgewiesen und bereitgestellt. Jetzt, in Zeiten des Baubooms, steigen die Baukosten. Diese werden durch die Anforderungen für den Klimaschutz, die Barrierefreiheit und weitere Vorgaben des Bundes- und Landesgesetzgebers zusätzlich und massiv in die Höhe getrieben. Die Preisentwicklung der letzten Jahre beim Erwerb von Wohnraum und die Entwicklung der Mieten sprechen hier eine deutliche Sprache.
Hier sind vorrangig Bund und Land gefordert, gegen zu steuern.
Kleine Kommunen wie Nagold haben nur wenige Pfeile im Köcher. Umso dringender ist es, dass wir von unseren eigenen Möglichkeiten Gebrauch machen, um den Bau neuer Wohnungen zu unterstützen. Denn letztlich wirkt nur ein ausreichendes Angebot an Wohnraum preisdämpfend.

Unser 5 Punkte-Programm für bezahlbaren Wohnraum in Nagold sieht folgende Maßnahmen vor:

a)
Die Stadt sollte weitere Baugebiete in der Kernstadt und in allen Teilorten ausweisen und zeitnah verfügbar machen. Hochdorf-Ost, Röte III und IV in Vollmaringen, Obere Kirchenäcker in Emmingen und das Baugebiet Hasenbrunnen, aber auch die Erweiterung des Oberen Steinbergs sind hier beispielhaft zu nennen.

b)
Eine maßvolle Nachverdichtung im bebauten Bereich ist bauplanungsrechtlich zu ermöglichen. Wir müssen prüfen, in welchen Teilen unserer Stadt die Erhöhung der Zahl der zulässigen Vollgeschosse und die Aufstockung von Gebäuden sowie eine bessere Grundstücksausnutzung städtebaulich vertretbar zugelassen werden kann. Die erforderlichen Planungsvorgaben sind dann entsprechend anzupassen. 

c)
Bei der Bebauung von städtischen Grundstücken mit Mehrfamilienhäusern muss Nagold vorrangig mit solchen Unternehmen zusammenarbeiten, die die Verpflichtung übernehmen, einen namhaften Anteil der neuen Wohnungen nicht unter dem Gesichtspunkt der Gewinnmaximierung, sondern unter dem Gesichtspunkt tragbarer Mieten auf den Markt zu bringen. Hier können wir beim Baugebiet Hasenbrunnen einen Anfang machen und die bestehenden Möglichkeiten testen.

d)
Da die hohen Baukosten entsprechende Mieten nach sich ziehen, muss die Stadt offensiv über die Möglichkeiten des Wohngeldbezugs aufklären.
Hier muss die Stadt eine Informationskampagne starten und dauerhaft unterhalten, um sicherzustellen, dass Anspruchsberechtigte diese Unterstützung auch erhalten.

e)

Die städtischen Mittel zur Förderung bezahlbaren Wohnraums sind begrenzt. Deshalb scheidet eine direkte Objektförderung durch die Stadt Nagold aus. Stattdessen sollte die Einführung eines städtischen Wohngeldes geprüft werden. Dieses kann gezielt nach von der Stadt aufzustellenden Förderkriterien gewährt und flexibel angepasst werden, wenn sich die wirtschaftlichen Verhältnisse der Bezieher ändern. Hier sollte ein Etat von 200.000 Euro jährlich bereitgestellt werden. Mit diesem Betrag könnten zirka 150 Wohnungen für die Mieter bezahlbarer gemacht werden.

Stärkung der Teilorte

Die weitere Stärkung unserer Teilorte war und ist eine wichtige Aufgabe unserer Stadt. Die CDU nimmt diese Aufgabe sehr ernst. Wir setzen weiter auf die kraftvolle Eigenentwicklung der Teilorte. Unsere Teilorte sind Heimat. Im Benehmen mit Ortsvorsteher und Ortschaftsrat wollen wir die Teilorte gestalten und stärken. Dabei ist unsere Stadt auf einem guten Weg.
Dies lässt sich an der Ortskernentwicklung in Hochdorf, der Sanierung der Grundschule Iselshausen, der Sanierung der Gemeindehalle Pfrondorf ebenso wie an dem Bau der gelungenen Dorfplätze in Schietingen und Vollmaringen ablesen. Wir unterstützen deshalb auch den Bau der Dorfplätze in Mindersbach, Emmingen und Gündringen. Wir setzen uns dafür ein, dass auch Projekte für seniorengerechtes Wohnen in den Teilorten geschaffen werden.
Dem Pkw-Verkehr und den gefahrenen Geschwindigkeiten in den Teilorten gilt unsere Aufmerksamkeit. Für die Kernstadt haben wir ein umfangreiches Konzept mit Tempo-30-Zonen umgesetzt. Hier müssen die Teilorte jetzt folgen.
Wir benötigen für jeden Teilort ein Verkehrskonzept, das darauf ausgerichtet sein soll, Tempo 30 zur Regel in Wohnstraßen zu machen.
Auch auf Hauptstraßen sollten die rechtlichen Möglichkeiten für eine Geschwindigkeitsreduzierung ideenreich von der Verwaltung genutzt werden.
Die verbesserte Anbindung der Teilorte durch den öffentlichen Nahverkehr nach Nagold steht ebenfalls auf unserer Agenda. Hier ist ein Stundentakt einzurichten, da nur dieser den Nahverkehr in die Teilorte planbar und seine Nutzung attraktiv macht.


2. Verkehr, Ambiente, Parken und Radwege

Verkehrsverbindungen für eine zukunftsfähige Mobilität verbessern
Die CDU Nagold hat maßgeblich die Verkehrsberuhigung der Innenstadt und die Erhöhung der Aufenthaltsqualität vorangetrieben. Diesen Weg wollen wir konsequent weiterverfolgen. Eine gute Anbindung der Stadtteile durch einen funktionierenden ÖPNV im Stundentakt ist erforderlich und notwendig.
Die Verlängerung des Metropolexpresszuges von Stuttgart bis Nagold, die Einbindung von Emmingen und Schietingen/Gündringen in das Schienennetz durch die Wiederherstellung der Haltestellen sowie intelligente Zubringerlösungen an die Gäubahn über Bondorf, vor allem für die südlichen und östlichen Teilorte, sind mit Nachdruck zu verfolgen.
Das Parkplatzangebot in Nagold soll durch ein Parkhaus Nord und eine Erweiterung des Parkhauses Ost optimiert werden. Bei der Erweiterung der beiden Parkanlagen sind auch Ladestationen für E-Autos bereitzustellen. Die Zahl der E-Bikes steigt sprunghaft an, weil sie in unserer bergigen Landschaft vielen erst die Möglichkeit bieten, das Fahrrad als Verkehrsmittel zu nutzen. Deshalb müssen hier auch Ladestationen für E-Bikes vorgesehen werden. Nagold verfügt gegenwärtig über zu wenige Fahrradstellplätze in der Innenstadt. Hier müssen wir ein breiteres Angebot schaffen. Zusammen mit den Stellplätzen sollten öffentliche Ladestationen für E-Bikes mit vorgesehen werden.
Der Ausbau des Radwegenetzes innerhalb Nagolds, zu den Teilorten und zu den Nachbargemeinden ist noch lange nicht bedarfsgerecht abgeschlossen. Hier konnten wir mit der Einweihung des neuen Radwegs von Mindersbach nach Wart eine weitere Anbindung an das überörtliche Radewegenetz herstellen. Gleiches ist für die Strecke Vollmaringen-Göttelfingen anzustreben. Darüber hinaus sollte ein Nagolder Radwegkonzept die Fortführung des Radwegs von Schietingen nach Talheim umfassen. Auch die Radwegverbindung von und nach Iselshausen ist unzureichend. Sie endet bzw. beginnt am Viadukt. Hier muss die vielbefahrene B463 überquert werden. Als Alternative kommt nur ein Radweg entlang der Waldach in Betracht, der gegenwärtig in Planung ist und zeitnah gebaut werden sollte. Zudem ist für Radfahrer wie Fußgänger der Lückenschluss von Vollmaringen zum Oberen Steinberg herzustellen sowie eine gute und winterfeste Fußwegverbindung vom Oberen Steinberg in Richtung Nagolder Innenstadt sicherzustellen.

Mobilität für alle ermöglichen – Barrieren abbauen
Die CDU Nagold setzt sich für die Verbesserung der Mobilität aller Bürgerinnen und Bürger ein. Vor diesem Hintergrund unterstützt sie die Überprüfung vorhandener Barrieren aus Sicht von behinderten Fußgängern und von Rollstuhlfahrern. Wir setzen uns dafür ein, unsere Innenstadt und die Teilorte – im Rahmen der Möglichkeiten – für alle sicher und erlebbar zu machen, beispielsweise durch Einsatz von Blindenampelanlagen.


3. Haushalt

Nachhaltiges Wirtschaften ist die Grundlage generationsgerechten Handelns
Die CDU steht für sorgfältige Kontrolle des städtischen Haushaltes. Sparsamer und effektiver Einsatz unserer Ressourcen haben wir im Blick. Ziel bleibt es, die städtischen Schulden im Kernhaushalt Jahr für Jahr um eine Million Euro zu reduzieren.


4. Sauberkeit, Ordnung und Sicherheit

Eine sichere, gepflegte Stadt
Unsere Stadt wird weithin gelobt für schöne Bepflanzungen – man denke nur an den Swing, die Blumenbrunnen etc. – und die wunderschönen sauberen und gepflegten Parkanlagen und öffentlichen Räume. Dies bildet die Nagolder Visitenkarte, für die weiterhin ausreichend Mittel bereitzustellen sind. Gleichwohl regen wir die Entwicklung eines Maßnahmenkonzepts zur Reduzierung von Verpackungsmüll unter Einbindung von Stadtverwaltung, Schulen, Vereinen und sonstigen gesellschaftlichen Gruppen an.
In Abstimmung mit Vollzugsdienst, Polizei, ehrenamtlichen sozialen Helfern und Organisationen ist darauf zu achten, dass sich Bürger und Besucher sicher und wohl fühlen in unserer Stadt. Alle Maßnahmen, die der Gewalt- und Alkoholprävention und der Verhinderung von Vandalismus dienen, sind zu fördern, vor allem auch bei Heranwachsenden. Soziale Brennpunkte sind durch geeignete Maßnahmen zu entschärfen.


5. Natur und Umwelt

Die Bewahrung der Schöpfung ist ein wesentlicher Bestandteil unseres Wertekompasses. Verantwortungsvolle Umweltpolitik bedeutet für uns, die Lebensqualität der Menschen zu sichern, die Schöpfung zu bewahren und Nagold künftigen Generationen in einem guten Zustand zu übergeben.

Klimaschutz
Der Klimaschutz ist ein drängendes Thema auch für Nagold. Daher benötigt Nagold ein örtliches Klimaschutzkonzept, in dem die Maßnahmen abgebildet werden, die wir auf örtlicher Ebene bewältigen können. Dies betrifft vorrangig die energetische Modernisierung der städtischen Immobilien, aber auch den Ausbau des Öffentlichen Nahverkehrs und des Radwegenetzes. Auf diese Punkte müssen wir unsere finanziellen Mittel konzentrieren. Alibimaßnahmen, die nur kostenträchtig aber wenig wirksam sind, wie die Schaffung einer Vollzeitstelle für einen Klimaschutzbeauftragten, lehnt die CDU ab.

Verbesserung der Biodiversität
Die Folgen des weiterhin zunehmenden Druckes auf natürliche Lebensräume –Stichwort Insekten- und Artensterben – erfordern auch in Nagold Maßnahmen, um die Grundlagen für lebenswerte und lebendige Naturräume zu verbessern.
Wir setzen uns dafür ein, dass die Stadt für Brachflächen, Naturflächen, Parks, Grünzüge und Streuobstwiesen einen Kriterienkatalog mit Maßnahmen erarbeitet, wie die ökologische Vielfalt durch Pflege, und Bepflanzung verbessert werden kann. Soweit die Stadt landwirtschaftliche Flächen verpachtet, soll im Konsens mit den Pächtern eine Verbesserung der Biodiversität und der Verzicht auf gentechnisch verändertes Saatgut auf diesen Flächen erreicht werden.


6. Tourismus

Tourismus stärken

Im Zuge der erfolgreichen Landesgartenschau hat sich die Attraktivität der Stadt Nagold wesentlich verbessert. Vor allem der Tagestourismus ist stark angestiegen. Der Tourismus in Nagold bietet ein erhebliches Steigerungspotential, das Tourismuskonzept muss deshalb ganzheitlich weiterentwickelt werden. Die Digitalisierung macht um Nagold keinen Bogen. Unser Ziel ist, die Stadt Nagold mit ihren Bewohnern und Besuchern innovativ zu verbinden. Eine „Nagold App“ kann Tourismus, stationären Handel, Vereine und Ehrenamt vernetzen. Insbesondere die touristischen Highlights könnten durch innovative Methoden attraktiver dargestellt und vermarktet werden.
Natur und Stadt bilden in Nagold eine einmalige Einheit, mit diesem Kapital wollen wir sorgsam und verantwortungsvoll umgehen. Naturnahe touristische Angebote, wie beispielsweise der 7 Berge-Weg, sind weiterhin zu unterstützen und die Schaffung weiterer solcher Angebote ist zu prüfen.
Die Attraktivität Nagolds in den Wintermonaten ist weiter zu steigern. Das erstmalige Angebot der Eisbahn im Winter 2018 ist ein richtiger Ansatz, den es – zusammen mit zusätzlichen Konzepten und konkreten Angeboten – weiter zu verfolgen gilt, um Nagold im Winter mindestens regional als positive Marke aufzubauen.
Nagold und unsere Teilorte sind reich an Geschichte. Die CDU Nagold erkennt eine große Bedeutung bei der Einbindung der Burgruine Hohennagold in das innerstädtische Leben und den städtischen Veranstaltungskalender. Projekte, die geeignet sind, diese Bedeutung überregional hervorzuheben, sind wünschenswert und anzustreben. Nagold wurde von der Landesdenkmalpflege auf dem achten Platz der bedeutenden keltischen Stätte in Baden-Württemberg genannt, deshalb ist das Bekenntnis Nagolds zum keltischen Erbe weiter prominent nach außen ins gesamte Land zu tragen. Dafür ist die Zusammenarbeit mit Experten für die weitere Erforschung der Zeugnisse dieser Zeit auszubauen.


7. Energie

Sicherheit und Energieeffizienz im Einklang – Nachtabschaltung abschaffen
Die CDU setzt sich dafür ein, das Strom- und Gasnetz in städtische Trägerschaft zu übernehmen. Dies ist zwar mit einem hohen finanziellen Aufwand verbunden, doch erlangt die Stadt entscheidenden Einfluss darauf, die Energieversorgung Nagold umweltgerecht und in hoher Qualität sicher zu stellen.
Wir fordern den Ausbau der erneuerbaren Energien in Nagold, z.B. durch den Ausbau der Wasserkraft.
Die Übernahme der „Wasserkraftwerke Rentschler“ durch die Stadtwerke Nagold und die finanziell aufwendige Sanierung war dazu ein erster Schritt, weitere Möglichkeiten sind zu verfolgen.
Effizienzverbesserung und Energieeinsparung sind durch Optimierung und Erneuerung konsequent voranzutreiben.
Die Stadt hat in den zurückliegenden Jahren viel Geld in die Umrüstung der Straßenbeleuchtung gesteckt und diese auf LED-Lampen umgestellt. Damit hat sie im Sinne des Umweltschutzes einen maßgeblichen Beitrag zur Energieeinsparung geleistet.
Von dieser Maßnahme sollen auch die Einwohner in der gesamten Stadt profitieren. Die CDU setzt sich deshalb dafür ein, dass im Jahr 2019 die Nachtabschaltung in der gesamten Stadt abgeschafft wird, da die Gründe hierfür entfallen sind und wir deshalb unseren Bürgern mehr Komfort, aber auch mehr Sicherheit bieten können.


8. Bildung und Erziehung

Wahlfreiheit und Ausbau der offenen Ganztagsschulbetreuung
Bildung und Erziehung sind ein zentrales Thema der Nagolder CDU. Uns liegt das Wohl unserer Kinder und Jugendlichen am Herzen. Wir stehen aber auch für die Wahlfreiheit der Eltern, um Arbeit und Kinderbetreuung nach eigenem Ermessen zu gestalten.
Die CDU Nagold steht für eine gleichbleibend hohe Qualität an allen Schulstandorten, in der Kernstadt und in den Teilorten.
Wir bekennen uns zu einem differenzierten Bildungssystem, das jede Schülerin und jeden Schüler individuell fördert und fordert. Wir lehnen eine Ideologisierung und Gleichmacherei im Bildungssystem ab und unterstützen die Schulen bei der Erarbeitung und Schärfung ihres Profils.
Die Schullandschaft in Nagold ist gut aufgestellt. Mit der Zellerschule als Gemeinschaftsschule, der Burgschule, der Christiane-Herzog-Realschule, dem Otto-Hahn-Gymnasium und den Beruflichen Schulen können in den weiterführenden Schulen unserer Stadt sämtliche Schulabschlüsse erworben werden.
Unsere Schulgebäude sind allerdings in die Jahre gekommen. Ihre Sanierung erfordert sehr hohe Ausgaben. Trotzdem hat diese Aufgabe für die CDU Priorität.
Die Sanierung der Lembergschule wird in diesem Jahr abgeschlossen. Danach muss die Sanierung der Zellerschule in Angriff genommen werden. Folgen wird die Sanierung des Otto-Hahn-Gymnasiums. Daneben stehen weitere Sanierungsmaßnahmen in den anderen Schulen der Stadt an, die wir ob der drei Großprojekte natürlich nicht vernachlässigen dürfen.
Inhaltlich ist von der Stadt die Digitalisierung des Unterrichts durch Bereitstellung der erforderlichen Mittel für Investition und den Betrieb zu fördern.
Die Schulsozialarbeit ist in allen Schulen in städtischer Trägerschaft ein entscheidender Baustein für den schulischen Erfolg unserer Kinder und Jugendlichen. Deshalb setzen wir uns für ihren weiteren Ausbau auch in den Grundschulen ein.
Insgesamt gilt es, eine attraktive Ausgestaltung, Ausstattung und Barrierefreiheit unserer Schulen in allen Klassenzimmern, sonstigen Räumen und Schulbereichen in den Teilorten und der Kernstadt anzustreben.

Familienfreundliche Rahmenbedingungen für unsere Kinder
Die Nagolder CDU setzt sich für den Ausbau der offenen Ganztagsschulbetreuung ein. Diese muss auch Ferienzeiten einbeziehen, da die Urlaubsdauer der Eltern wesentlich kürzer ist als die Ferienzeit der Kinder.
Neben der Investition in die Schulen müssen wir auch weiterhin dafür Sorge tragen, dass das Betreuungsangebot für nicht schulpflichtige Kinder in der gesamten Stadt, also nicht nur in der Kernstadt, sondern auch in allen Stadtteilen, den Ansprüchen genügt.
Es ist für uns selbstverständlich, dass wir unter Beachtung des Subsidiaritätsprinzips dort zusätzlich Kindertagesstätten und Kindergartenplätze schaffen müssen, wo dies notwendig ist, um alle Kinder aufnehmen zu können, deren Eltern dies wünschen.
Unsere jahrzehntelange Haltung „Keine Erhöhung der Kindergartengebühren“ bleibt weiterhin unsere klare Position.


9. Jugend

Jugend einbeziehen
Die CDU Nagold steht für ein fortschrittliches und junges Nagold, das auch die Stadt für die Jugend der Region sein will.
Deshalb unterstützen wir kreative Ideen im Bereich der Erlebnisgastronomie und Cafés für die Jugend. Zudem sollen der Stadtpark Kleb und die Innenstadt auch weiterhin die Jugend und junge Familien zum Verweilen einladen.
Bei allen Themen werden wir die Jugend direkt in unsere Politik einbeziehen: Nagold kann sich glücklich schätzen – mit vielen in Vereinen ehrenamtlich tätigen und auch im Jugendgemeinderat engagierten jungen Menschen vor Ort.


10. Senioren

Mobil bis ins hohe Alter
Mobilität bis ins hohe Alter ist infrastrukturell zu unterstützen. Wir treten für barrierefreie Wege und Zugänge ein, damit unsere Senioren lange mobil bleiben können. Durch gezielte Unterstützung von generationsübergreifenden Angeboten soll das Miteinander aller Altersgruppen gestärkt werden. Bei der Aufstellung von Bebauungsplänen ist darauf zu achten, dass Wohnungen entstehen, die den Bedürfnissen aller Generationen gerecht werden und Senioren ein stadtnahes Wohnen ermöglichen. Alter braucht Sicherheit und Unterstützung.
Der Schließung des Gertrud Teufel Seniorenzentrums hat die CDU wegen der zu hohen finanziellen Lasten für die Stadt schweren Herzens zugestimmt.
Um die Versorgung unserer Stadt mit Pflegeeinrichtungen zu sichern, ist es jetzt Aufgabe der Stadt, freie Träger zu gewinnen, die stationäre Pflege-, Kurzeitpflege und Tagespflege anbieten. Im Gertrud Teufel Seniorenzentrum sind dauerhaft betreute Wohnungen anzubieten. Soweit hierfür Umbauten erforderlich sind, sind diese vorzunehmen.


11. Gesundheit

Qualitativ hohe medizinische Versorgung sichern
Eine breite haus- und fachärztliche Versorgung ist die Säule eines Mittelzentrums. Deshalb wird die Situation im Bereich der niedergelassenen Ärzte zum Problem für unsere Stadt. Altersbedingt geben ältere Praxisinhaber ihre Praxen auf. Nachfolger lassen sich nur schwer finden. Ein Thema das landauf, landab an Brisanz zunimmt.
Wir fordern deshalb die Verwaltung auf, sich verstärkt diesem Thema zu widmen und in Standortbroschüren, bei Messeauftritten usw. für eine Ansiedlung von Ärzten, insbesondere Hausärzten in Nagold aktiv zu werben. Den Um- und Ausbau der Kliniken Nagold durch den Landkreis Calw begrüßen wir. Hierdurch wird eine gute medizinische Versorgung unserer Stadt und des Umlandes gesichert. Kurze Gesundheitswege sind gerade im Alter wichtig.

Sterben in Würde
Wir unterstützen die Hospizbewegungen und begrüßen es, dass in Nagold ein stationäres Hospiz entsteht.
Zudem befürworten wir die Einrichtung eines Friedwaldes. Des Weiteren sind die Friedhöfe und Aussegnungshallen zum Teil in einem nicht mehr akzeptablen Zustand. Dieser Mangel soll umgehend behoben werden.


12. Vereine und Ehrenamt

Ehrenamt fördern
Das große ehrenamtliche Engagement in Nagold ist unterstützungs- und förderungswürdig. Nagold hat für eine Stadt in dieser Größenordnung ein überwältigendes Angebot in Sport, Kultur, kirchlichem und sozialem Vereinsleben.
Ehrenamt ist das Schwungrad aktiver Bürgerbeteiligung. Die Arbeit der Feuerwehr, der Vereine und sonstiger Organisationen soll gewürdigt und unterstützt werden. Dafür sind ausreichend städtische Mittel zur Verfügung zu stellen.
Der Sportentwicklungsplan, der gegenwärtig von der Stadt mit den Schulen und Vereinen erarbeitet wird, ist das richtige Instrument, um die angemessene Entwicklung der „Sportstadt Nagold“ abzusichern und notwendige Maßnahmen aufzuzeigen.
 

13. Integration

Gutes Miteinander fördern
Integration ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die auch sehr stark in Vereinen, Kirchen, Unternehmen, Verbänden und im Ehrenamt stattfindet. Die CDU fördert alle Bemühungen um ein gutes und respektvolles Miteinander.

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