CDU in Pfrondorf: Die nächsten Jahre sind für die Ortsmitte entscheidend

Stammtisch 2.0 in Pfrondorf

Die Mitglieder der CDU Nagold nahmen zusammen mit Ortsvorsteherin Stefanie Renz (vierte von links), interessierten Bürgern und Mitgliedern des Ortschaftsrates das Alte Schulhaus (rechts) und die weitere Pfrondorfer Mitte genauer in den Blick.
Die Mitglieder der CDU Nagold nahmen zusammen mit Ortsvorsteherin Stefanie Renz (vierte von links), interessierten Bürgern und Mitgliedern des Ortschaftsrates das Alte Schulhaus (rechts) und die weitere Pfrondorfer Mitte genauer in den Blick.
„Wir haben hier eine echte Ortsmitte: Rathaus, Kirche, Kindergarten, Feuerwehr – und das Alte Schulhaus, in dem sich nun endlich etwas bewegen wird“, so begrüßte Ortsvorsteherin Stefanie Renz die Nagolder CDU in Pfrondorf. Auf Einladung des Stadtverbandsvorsitzenden Carl Christian Hirsch waren zahlreiche CDU-Mitglieder, interessierte Bürger und Mitglieder des Pfrondorfer Ortschaftsrates gekommen.

„Im Mai 2018 hatten wir begonnen, uns für die monatlichen Stammtische in den Nagolder Stadtteilen zu treffen und seit Juni verbinden wir das auch stets mit einer Ortsbegehung. So konnten wir nach und nach die Anliegen und Bedürfnisse der einzelnen Orte aufnehmen und machen uns nun weiter an die Umsetzung. Im vergangenen Mai starteten wir in Emmingen und heute vollenden wir diese Reihe in Pfrondorf“, so Vorsitzender Hirsch.

„Für zwei Wohnungen im Alten Schulhaus liegt nun ein erster Bewilligungsbescheid im Rahmen des Entwicklungsprogramms Ländlicher Raum (ELR) vor. Das denkmalgeschützte Alte Schulhaus in der Ortsmitte von Pfrondorf steht seit Jahrzehnten leer und ist erheblich sanierungsbedürftig und so hoffen wir auf weitere Fördermittel, um dieses große Projekt stemmen zu können. Mehrere Ideen zur weiteren Nutzung dieses Gebäudes gibt es, wie z. B. einen Jugendraum im Untergeschoss; im Erdgeschoss soll die schöne Holzvertäfelung erhalten bleiben und das könnte dann einen wunderschönen Bürgersaal für die Gemeinde geben“, so Ortsvorsteherin Renz.
Neben dem Alten Schulhaus wird das Adler-Areal das zweite Großprojekt für die Ortsmitte. Die Stadt hat das Gelände erworben, das Konzept für die bauliche Entwicklung ist noch offen. Der aktuelle Ortschaftsrat kann sich laut Renz vorstellen, hier die städtischen Grundstücke, welche noch unmittelbar anschließen, mit einzubeziehen, um die Baufläche zu vergrößern und gegebenenfalls auch Grundstücke dazu zu erwerben.

 

Das Pfrondorfer CDU-Mitglied Kurt Reich brachte dabei auch das Thema seniorengerechtes Wohnen ins Spiel: „Es gibt mit Sicherheit genug Pfrondorfer, die in ihrem Heimatort in Würde zusammen alt werden möchten. Ich denke, man sollte für eine solche innerörtliche Fläche auch entsprechende Konzepte prüfen“, so Reich, der selbst mit seiner Familie in der Ortsmitte lebt. Architektin Heidi Heuser-Kawerau stimmte Reich zu: „Das Gelände hat auf jeden Fall Potenzial“. Neben dieser Fläche nahm die Gruppe auch den westlichen Teil des Ortes in Augenschein. „In den Riedwiesen wurden alle drei Bauplätze mittlerweile verkauft, es gibt nur noch einen kleinen im unteren Bereich“, so Stefanie Renz. Aufgrund der Bauplätze musste allerdings der Gemeindeschuppen weichen und wird von den örtlichen Vereinen schmerzlich vermisst. „Hier müssen wir eben zeitnah eine bessere Lösung als in der Halle finden“, so Renz. „Erfreulich ist, dass das Dach der Gemeindehalle endlich saniert ist. Diese Investition war für uns als Gemeinderat eine wichtige Entscheidung“, so CDU-Fraktionsvorsitzender Wolfgang Schäfer.
Ein Zukunftsthema ist für Ortsvorsteherin Renz auch die Weiterentwicklung des ehemaligen Landesgartenschau-Projekts am Wäschbach, auf dass ein durchgängiger Fußweg attraktiv von der Pfrondorfer Mühle bis nach Mindersbach geschaffen werden könnte. Sofern ein solches Projekt auch bei den betroffenen Grundstückseigentümern auf Zuspruch stoße, könne es auf eine 80-Prozent-Förderung hoffen.
Im nordöstlichen Teil des Ortes konnte die Gruppe auf ein anderes Landschaftsprojekt und das Ergebnis einer Bürgeraktion am Henkelesberg sehen, an dem durch die Gemeinschaftsaktion von Ortschaftsrat, Stadt, Vereinen und Urschelstiftung ein neues Trockenbiotop entstehen wird. „Eine tolle ehrenamtliche Leistung“, bemerkte CDU-Stadtrat Baitinger. Im Anschluss an die Ortsbegehung wurden weitere Pfrondorfer Themen und andere kommunalpolitische Anliegen in gemütlicher Atmosphäre in der Pfrondorfer Mühle diskutiert.

 

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