Der Nagolder Stadtseniorenrat will stärker in Entscheidungen eingebunden sein

CDU suchte den Austausch im Bürgerzentrum

Der Stadtseniorenrat und die Nagolder CDU trafen sich im Bürgerzentrum zum Austausch. Der Vorsitzende des Stadtseniorenrats, Eberhard Schwarz (achter von rechts), konnte dabei eine stattliche Anzahl interessierter CDU-Kommunalwahlkandidaten begrüßen.
Der Stadtseniorenrat und die Nagolder CDU trafen sich im Bürgerzentrum zum Austausch. Der Vorsitzende des Stadtseniorenrats, Eberhard Schwarz (achter von rechts), konnte dabei eine stattliche Anzahl interessierter CDU-Kommunalwahlkandidaten begrüßen.
Das Bürgerzentrum war gut gefüllt und so konnte der Vorsitzende des Stadtseniorenrates, Eberhard Schwarz, eine stattliche Abordnung der CDU-Gemeinderatswahlkandidaten im Nagolder Bürgerzentrum zum intensiven kommunalpolitischen Austausch sowie zur Präsentation der aktuellen Tätigkeiten des Stadtseniorenrates begrüßen.

Eberhard Schwarz benannte zunächst aktuelle kommunalpolitische Anliegen der Stadtsenioren: Darunter auch die Entscheidung des Gemeinderats zur Schließung des Gertrud Teufel-Seniorenzentrums, die an diesem Abend von den Vorstandsmitgliedern des Stadtseniorenrates ausführlich mit den Kandidaten diskutiert werden konnte. „Die Entscheidung ist keinem, der sie getroffen hat, leicht gefallen“, so Wolfgang Schäfer, Vorsitzender der CDU-Gemeinderatsfraktion. „Ich war immer Fürsprecherin für das GT-Heim. Seit 1994 hatte ich 17 Jahre Besuchsdienst dort und noch immer hängt mein Herzblut daran; aber es gab unter diesen Umständen keine gute Zukunft für das Heim. Der Gemeinderat musste jetzt leider handeln“, so CDU-Gemeinderätin Monika Wehrstein ergänzend. „Für mich war der Informationsabend im Kubus sehr wichtig. Dadurch konnte ich die Situation und die Entscheidung wesentlich besser nachvollziehen“, so CDU-Kandidat Thomas Eisseler. „Jetzt gilt es für die Stadt, zügig einen Investor zu finden und geeignete Grundstücke zur Verfügung zu stellen“, so Eisseler. „Klar ist aber auch, dass das Hauptziel, die Pflege zu Hause so lange als möglich zu ermöglichen, bleibt. Da geht es auch um Vorbild-Konzepte wie die Iselshäuser Wohngruppe“, so Eberhard Schwarz. „Was nun definitiv eine Lücke reißt, ist der Verlust der Tagespflegeplätze und vor allem der Kurzzeitpflegeplätze. Die gaben immer eine wichtige Flexibilität bei den Übergängen aus dem Krankenhaus“, so Wolfgang Hübner, stellvertretender Vorsitzender des Stadtseniorenrates. „Da gibt es definitiv Bedarf“, pflichtete Elena Schweizer, CDU-Kandidatin und selbst als Heimleiterin Mitglied im Stadtseniorenrat, bei. „Wir stehen als Stadt und als Gemeinderat in der Verantwortung und werden dem gerecht werden. Die Stadt wird das GT-Heim behalten und zügig ein Konzept zur Nutzung aufstellen“, so Wolfgang Schäfer abschließend.
Weiteres wichtiges Thema war der Abbau von Barrieren im öffentlichen Raum: „Prominentes Beispiel ist für mich die Situation am Gerichtsplatz mit den hohen Stufen. Da sollte dringend geprüft werden, wie die Situation entschärft werden kann“, so Vorsitzender Schwarz. Dem pflichtete der Vorsitzende des CDU-Stadtverbands, Carl Christian Hirsch, umgehend bei: „Wir werden das Thema Abbau von Barrieren in unserer Stadt weiter vorantreiben und in unser Programm für die nächsten fünf Jahre fest verankern. CDU-Gemeinderat Kurt Brei hat hierfür – an seine bisherigen Initiativen anknüpfend – bereits eine Liste zu Plätzen mit akutem Handlungsbedarf erstellt“. „Generell sollte man unsere Straßen und Wege auch dahin gehend prüfen, ob sie Rollatoren-gerecht sind“, ergänzte Schwarz. Zu weiteren Anliegen des Stadtseniorenrates zählten Schwarz und Hübner das im Bürgerzentrum bereits gemeinsam diskutierte Thema „kostengünstiges Bauen“ sowie die Service-Situation am Busbahnhof, wo der Verlust des Kiosks für ältere Bürger schwer wiege und wo wenigstens – wie bereits besprochen – zeitnah ein Fahrkartenautomat installiert werden müsse.
Neben diesen aktuellen kommunalpolitischen Themen interessierten sich die CDU-Kandidaten aber auch für die aktuellen Tätigkeiten und Projekte des Stadtseniorenrates: Marion Golze, Eberhard Schwarz und Wolfgang Hübner gaben dazu umfangreich Einblick: von der Bücherkiste, die Ruthild Gilde betreut, über das Projekt „Beste Genesung“ bis hin zur aktuellen Smartphone-Schulungen durch Schüler der Annemarie Lindner-Schule: „ein wirklich vorbildliches generationenübergreifendes Projekt. Davon müssen wir gemeinsam noch mehr aufstellen“, zeigte sich CDU-Kandidatin Gitta Theurer begeistert.

Schließlich wartete Eberhard Schwarz noch mit einem Herzensanliegen auf: „Wir möchten als Stadtseniorenrat dauerhaft bei den Gemeinderatsentscheidungen und bei den Ausschüssen dabei sein. Der Landesseniorenrat arbeitet da auch generell an Vorschlägen“. CDU-Fraktionsvorsitzender Schäfer nahm das sogleich auf: „Man muss überlegen, ob man in Anlehnung an die frühere Bestellung der sachkundigen Bürger im Gemeinderat den Stadtseniorenrat als eine Art Arbeitskreis des Bürgerforums einbinden kann. Ich kann mir das sehr gut vorstellen!“. Carl Christian Hirsch nahm das Stichwort „Einbindung“ auf und bedankte sich im Namen aller CDU-Kandidaten für das sehr gute Gespräch und sicherte zu, die besprochenen Themen nicht nur mitzunehmen, sondern im Laufe der nächsten fünf Jahre immer wieder zum gemeinsamen Nachverfolgen wieder zu bringen. „Wir freuen uns darauf, mit dem Stadtseniorenrat im ständigen Austausch zu bleiben“, so Hirsch abschließend.

Nach oben